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{{Infobox Musikinstrument

Wartburg-Laute.JPG|Quintern oder Gittern
GuadalupeVihuela.png|Spanische Vihuela, sechschörig
Vocabolari mol profitos p.jpg|Gitarre mit Knickhals, um 1500
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Barock

Als in der : ''Vihuela, Gitarre und Laute in Spanien während des 16. Jahrhunderts. Teil II: Die Gitarre.'' In: ''Gitarre & Laute.'' Band 3, Heft 5, 1981, S. 15.</ref> ? bezeichnet.

Die ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts (die Vihuela ablösend auch in Spanien) bevorzugte fünfchörige (gelegentlich auch sechschörige) '''Barockgitarre''', welche unter anderem A-d-g-h-e' mit zwei Oktav- und zwei Einklangchören gestimmt wurde,

Mit dem Fortschreiten des Barock tendierte die Spielweise wieder von den ''batteries'' und dem (barocken) '''', bis ein endgültiger Bruch schließlich in die Frühklassik mündete. Während dieser Zeit änderte sich die Besaitung der Gitarre ständig, da nun die Melodie, als tragendes Element, in den Vordergrund trat und viel experimentiert wurde.

Eine auch bei der 2006, ISBN 978-0-7866-7525-8, S. 5 und 19.</ref>

Kurz vor 1800 fand eine Art Ringtausch zwischen , die durch die fehlende Doppelchörigkeit aber nicht die Möglichkeit des selektiven Spielens der in Oktaven gestimmten Doppelsaiten einer Barockgitarre hat.

Im 17. und 18. Jahrhundert fand die Gitarre wie die Laute auch Verwendung als .

Weitere Komponisten, welche die Gitarre im Barockzeitalter populär machten, waren unter anderem Giovanni Paolo Foscarini (1630), 2006, ISBN 978-0-7866-7525-8.</ref>

In Spanien veröffentlichte der Musikprofessor Fernando (de) Ferandiere (etwa 1740?1816) noch 1799 ein Lehrwerk für eine sechschörige Barockgitarre, für die er auch zahlreiche Werke komponiert hatte.

Klassik und Romantik

Auf diese Weise wandelte sich Ende des 18. Jahrhunderts die (vier- bis) fünfchörige Barockgitarre bzw. Spanische Gitarre, wie sie etwa von veröffentlichte.

Ihre klassische Epoche durchlebte die Gitarre hauptsächlich in Wien und Paris. In Wien prägte das Wiener Gitarrenmodell. Später als in diesen beiden Städten bildete sich in London ein weiteres Zentrum der Gitarre europäischen Ranges aus. Zu den international wirkenden Komponisten der Gitarre zählte auch der Geigenvirtuose .

Die Hauptkomponisten für die sechssaitige Gitarre in ihrer Blütezeit waren neben anderen in Paris .</ref>

Zwar gab es im 20. Jahrhundert ? auch bedingt durch Elektronik ? viele Neuerungen wie beispielsweise die ''Bottoni-Greci-Gitarre'' von 1987, doch deren Auswirkungen werden sich erst zu einem späteren Zeitpunkt abschließend beurteilen lassen.

Die ''moderne'' Klassische Gitarre

Die Bezeichnung ''Klassische Gitarre'' wurde, abgesehen von russischen Veröffentlichungen zur Gitarre zwischen 1904 und 1915, erst nach 1946 durch die Zeitschrift ''Guitar Review'' eingeführt. Die Torres-Gitarre aus dem 19. Jahrhundert ist bis heute die Grundlage einer jeden klassischen Konzertgitarre geblieben. Weiterentwicklungen, die heute Standard beim Bau moderner klassischer Konzertgitarren sind, entstanden auch noch in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts u. a. in der Zusammenarbeit zwischen den Gitarrenvirtuosen (1898?1986).

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Page 16.JPG|aus '''', in der Mitte eine ''Quinterna''
Stradivarius Guitar, violin, mandolin and case, angled, National Music Museum, Vermillion.jpg|Mitte: Gitarre von Stradivari, um 1700
Gitarre mkn1.jpg|Gitarre von 1804
Lyra-Gitarre.JPG| (eine Gitarre mit drei Hälsen), 1. Hälfte 19. Jahrhundert.
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Spieltechniken

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Spieltechniken, die mit der Greifhand oder der Anschlagshand ausgeführt werden. Einige Techniken werden in der Praxis auch mit beiden Händen angewendet, z. B. .

Haltung

Die Gitarre wird bei der ''klassischen Haltung'' auf dem Oberschenkel auf Schlaghandseite abgestützt. Die untere Einbuchtung im Korpus kommt auf dem Oberschenkel der Greifhandseite zu liegen. Der Hals zeigt dann zur Greifhandseite hin. Es ist möglich, mit einer das Bein der Greifhandseite um einige Zentimeter zu erhöhen, damit eine bessere Sitzhaltung erreicht werden kann. Dabei zeigt der Hals etwa im Winkel von 45° nach oben. Alternativ kann der Fuß der Greifhandseite auf dem Boden bleiben, wenn zwischen dem Auflagepunkt des Gitarrenkorpus und dem Bein der Greifhandseite eine oder ein Kissen angebracht wird, womit ebenfalls die Position des Halses erhöht und eine optimale Haltung erreicht werden kann. Ergonomische Nachteile der Fußbankhaltung wie zum Beispiel der damit einhergehende Beckenschiefstand, die Verdrehung oder Neigung des Oberkörpers in Richtung der Greifhand und die Einengung des s durch das hochgestellte Bein sind mit Gitarrenstütze oder einem speziell geformten Kissen vermeidbar.

Der Ellenbogen der Greifhandseite sollte entspannt und um etwa 90 Grad abgewinkelt sein. Der Unterarm der Anschlagshand sollte in der Nähe des Ellenbogens auf dem Zargenrand liegen. Die Greifhand sollte so positioniert werden, dass noch etwas Platz zwischen dem Hals und dem Handgelenk ist. Der Daumen sollte auf der Rückseite des Griffbretts etwa in der Mitte aufgesetzt werden.(Ein Überstehen des Daumens über den Griffbrettrand wird bei der schulmäßigen Haltung vermieden, allerdings erlaubt ein solcher ?Fuhrmannsgriff? beim Spiel der E-Gitarre unter Umständen ein gutes Vibrato und sicheres Saitendämpfen). Beim Greifen der Saiten ist zu vermeiden, dass die Fingergelenke der Greifhand durchgedrückt, also entgegen ihrer natürlichen Abknickrichtung gedehnt werden; diese für den Anfänger möglicherweise anstrengende Handhaltung kann durch etwas Übung leicht aufrechterhalten werden, sie ist für ein präzises Spiel und viele Techniken der Greifhand unverzichtbar. Beim Greifen eines ?Barrégriffes?, also beim Greifen mehrerer Saiten mit nur einem Finger, sollte der durchgestreckte Finger nahe am Bundstäbchen angesetzt werden.

Alternativ zur klassischen Haltung finden sich unter anderem das Hochstellen mittels Fußbänkchen des Oberschenkels der Schlaghandseite stattdessen der Greifhandseite (?-Haltung?), oder das Spiel bei beidseits nicht erhöhten Oberschenkeln (?-Haltung?), das Überschlagen des ''Unter''schenkels der Schlaghandseite (statt ? wie bei der häufigsten bei Flamencogitarristen anzutreffenden Haltung ? des Oberschenkels) über den Oberschenkel der Greifhandseite (?-Haltung?), das Stellen der beiden Gitarrenkörperrundungen (statt der Zargenbuchtung auf einen Oberschenkel) auf beide Oberschenkel, von denen einer mittels Fußbänkchen erhöht wird (?-Haltung?) und (als traditionelle Haltung beim Flamenco) das Stellen des unteren Gitarrenkörpers statt der Zargenausbuchtung auf den Oberschenkel. Die traditionelle Haltung des Flamencogitarristen ist jedoch die mit zwischen Oberschenkel und Oberarm eingeklemmter Gitarre bei waagerecht gehaltenen Oberschenkeln.

Techniken der Anschlagshand

Die Anschlagshand, bei Rechtshändern ist es die rechte, ist die ?führende? Hand. Sie gibt oftmals Rhythmus und Geschwindigkeit vor und produziert die Töne durch Anschlagen der Saiten.

Die Finger der ''Anschlagshand'' werden (nach spanischem Vorbild) mit p (''pulgar'', ), i (''index'', ), m (''medio'', ), a (''anular'', ) und M (''meñique'', auch q, ch, l, k und e, bei Dionisio Aguado c, kleiner Finger) bezeichnet.

Generell lassen sich für die Anschlagshand bzw. Zupfhand folgende Spieltechniken unterscheiden:

  • '''', '''' oder ''Fingerspiel'' ( ''''),
  • ''Schlagen'' oder ''Durchstreichen'' (englisch ''''), wobei zwischen '''Abschlag''' in Richtung der höchsten Saite, englisch ''Downstroke'' (Zeichen: : ''Let?s Rock. E-Gitarrenschule für Ein- und Umsteiger.'' Acoustic Music Books, Wilhelmshaven 2008, ISBN 978-3-86947-090-0, S. 7 (''Zeichenerklärung'').</ref>
  • '''Dämpfen''' (englisch ''''; zur Erzeugung abgedämpfter (dumpfer) verwendet, ist aber auch bei der klassischen Gitarre ein gern verwendeter Effekt). Zudem werden auch bei Pausen die Saiten mit der Anschlagshand gedämpft. Das Dämpfen mit der Anschlagshand kann in der Tabulatur durch ein ?X? angezeigt werden.
  • '''', ein Abdämpfen unmittelbar nach dem Anschlag mit einem Finger der Anschlagshand oder durch geringe Anhebung der entsprechenden Finger der Greifhand
  • '''' wie ''Tambora'' (''Perkussion''), abgekürzt ''tamb.'', wobei ein Akkord durch Aufschlagen des Daumenballens oder anderer Finger der rechten Hand nahe dem Steg zum Klingen gebracht wird.

Diese Techniken lassen sich in verschiedene Techniken aufteilen:

Beim Zupfen werden einzelne Saiten mit den Fingern (Fingerkuppen und/oder Fingernägeln) oder einem ''-Anschlag, bei dem nach Zupfen der Saite diese sofort wieder mit einem anderen Finger (normalerweise p) abgedämpft wird. Diese kann man auch bei gezogener Saite spielen, so dass ein pfeifender Ton entsteht ? die genaue Funktionsweise des Flageoletts und das Ziehen der Saite wird weiter unten ausführlicher erklärt.

  • ''Zupfen'': einzelne Saiten werden mit den Fingern gezupft bzw. mit dem Plektrum angeschlagen. Dies kann auch in Kombination von Plektrum und Fingern erfolgen. Auf diese Weise ist auch ein mehrstimmiges Melodiespiel möglich. Man unterscheidet insbesondere die folgenden Zupftechniken:
    • '''', spanisch für ?aufstützend, anlehnend?: ''angelegter Anschlag'' oder ''Stützschlag'', bei dem der Finger nach dem Anschlagen einer Saite an der nächsttieferen (bzw. nächstunteren) abgestoppt wird, d. h. anlegt. Diese Technik erzeugt einen kräftigen, voluminösen Ton. Das Gegenteil von ''Tirando''.
    • '''', ''span. für werfend, schießend, ziehend'': ''freier Anschlag'', bei dem der Finger nach dem Anschlagen einer Saite die nächste nicht berührt. Das Gegenteil von ''Apoyando''.
  • ''Schlagen'' (auch ''Strumming''): mehrere Saiten werden gleichzeitig angeschlagen. Dies kann mit einem einzigen oder mehreren Fingern und/oder mit einem Plektrum erfolgen. So lassen sich auch Akkorde spielen. Besonders bedeutend ist die folgende Schlagtechnik:
    • '''': eine vor allem in der spanischen Flamenco-Musik angewandte Technik, bei der in der Regel drei oder vier Finger (außer dem Daumen) in schneller Folge dergestalt über die Saiten schlagen, dass die Anschläge in hoher Geschwindigkeit aufeinander folgen und einen typisch rasselnden Effekt produzieren. Eine frühe bzw. einfache Form des Ragueado ist das Durchstreichen eines Akkords vom tiefsten zum höchsten Ton mit dem Daumen und nachfolgendem Durchstreichen vom höchsten zum tiefsten Ton mit dem Zeigefinger.
  • ''Wechselschlag'': Bezeichnung für unterschiedliche Techniken, mit denen Melodien und Läufe auf Tempo gebracht werden können:
    • In der Regel den abwechselnden Auf- und Abschlag (siehe oben ''Schlagen'').
    • Bei der klassischen Spieltechnik das abwechselnde Benutzen verschiedener Finger ? meistens Zeige- und Mittelfinger ? beim Spielen von Melodien.
    • Beim Spiel einzelner Saiten mit dem Plektrum das abwechselnde Anschlagen der Saite nach unten und oben mit dem Plektrum (diese Technik wird auch ''alternate picking'' genannt).
  • ''Two-Hand-Tapping'' Auch ''right hand tapping'' genannt: ein erweitertes normales Tapping, bei dem die rechte Hand zusätzlich zum Einsatz kommt.
  • '': ''Flamenco-Gitarrenschule.'' Band 2. B. Schott?s Söhne, Mainz u. a. 1994 (= ''Edition Schott.'' 8254), ISBN 3-7957-5765-7, S. 57?61.</ref>
  • ''.
  • '''' (auch ?sweeping?): mehrere Saiten werden mit einem kontrolliert ?durchgleitenden? Plektrumanschlag gespielt. Im Gegensatz zum Akkord klingen die Saiten aber alle einzeln, was durch Dämpfen mit der Greifhand erreicht wird. Mit Hilfe des sweep pickings kann man schneller spielen und erreicht etwas flüssigere Übergänge zwischen den einzelnen Noten.
  • '''': sehr schnelle Wiederholung eines Tones (häufig: p-a-m-i-Anschlag), durch die der Eindruck eines durchgehenden Tones vermittelt wird. Die Technik ist besonders von der Mandoline her bekannt und häufig in spanischer und lateinamerikanischer Gitarrenliteratur zu sehen.

Greifhandtechniken

''Vibrato'': der greifende Finger wird in einer mehr oder weniger schnellen ?Zitterbewegung? entlang der Halsachse leicht hin und her bewegt. Dadurch ändert sich die Tonhöhe nach oben hin in einer leichten Schwingung. Man unterscheidet dabei das klassische Vibrato (die Vibratobewegung wird parallel zur Saite ausgeführt, es entsteht ein eher dezenter Effekt) und das meistens von E-Gitarristen benutzte Vibrato durch Ziehen (Bending) der Saiten in vertikaler Richtung entlang des Bundstäbchens nach oben und unten. Mit der Anschlagshand erfolgt hingegen das mittels eines Vibratohebels und einer ''whammy bar'' erzeugte ?Vibrato?, wobei die Saiten periodisch gedehnt und entspannt werden (vom kurzen Herunterdrücken des Hebels, ?V dip?, bis vollkommen Entspannen der Saiten, ?Bar Dive? bzw. ?Dive Bomb?).

''Dämpfen'' Durch Setzen der Greiffinger auf die Bünde (französisch ''Étouffez'') kann eine dumpfe, perkussive Klangwirkung bzw. eine so genannte (in Noten und Tabulatur dargestellt durch ein ?x?) erzielt werden. (Ein Beispiel dafür ist in '''' von der Rhythmusgitarre zu hören oder beim Intro von s ''''). Daneben werden, insbesondere bei verzerrtem und lautem E-Gitarrenspiel, auch nichtgezupfte Saiten gedämpft, um deren Mitschwingen und damit Nebengeräusche und eine unerwünschtes (Feedback) zu verhindern. Beim '''' werden die ersten paar Saiten werden vor dem eigentlichen Ton abgedämpft, aber trotzdem mit angeschlagen. Dadurch entsteht ein perkussiver Effekt.

'' einer Saite oder eines gegriffenen Tones zu erzeugen. Durch leichtes Berühren der Saite an bestimmten Punkten erklingt ein höherer Ton anstatt des eigentlich angeschlagenen Tones. Bei dieser Technik berührt ein Finger nur leicht bestimmte Punkte der Saite und verlässt ganz kurz nach dem Anschlag wieder die Saite. Diese Technik ist nur an bestimmten Punkten der Saite für das Flageolett sinnvoll einsetzbar:

  • Zwölfter Bund = 1/2 der Saitenlänge = Oktave
  • Siebter Bund = 1/3 der Saitenlänge = Quinte (auch 19. Bund = 2/3 Saitenlänge)
  • Fünfter Bund = 1/4 der Saitenlänge = Doppeloktave
  • kurz vor dem vierten Bund = 1/5 der Saitenlänge = Doppelterz, auch kurz vor dem 9. oder am 16. Bund (ebenfalls die nächsthöhere Großterz)
 sind auch an anderen Stellen m�glich, sind jedoch je nach Bauart der Gitarre mehr oder weniger leicht darstellbar. Sie bilden dann nicht mehr so klare einzelne T�ne, sondern es erklingen .

Man unterscheidet natürliche und künstliche Flageoletttöne (Auf den leeren Saiten liegen die natürlichen, auf den griffverkürzten die künstlichen):
  • ''Natürliche Flageoletts'' (auch ?natural harmonics?): Bei diesen werden Leersaiten verwendet, und es wird an den oben genannten Stellen gedämpft/gegriffen.
  • ''Künstliche Flageoletts'' (auch ?artificial harmonics?): Bei diesen werden die Töne saitenverkürzend im Halbierungspunkt gegriffen. Die Anschlagspunkte verschieben sich um jeweils zwölf Bünde (Oktav-Flageolett), es können aber beliebige Töne als Flageolett erzeugt werden. Wenn mit der Greifhand am 3. Bund gegriffen wird, ist der Anschlagspunkt also am 15. Bund (12+3). Die Anschlagshand muss hier gleich doppelte Arbeit verrichten: der Zeigefinger dämpft die Saite und ein anderer Finger (der Daumen, der Ringfinger oder der Kleinfinger) schlägt die Saite an. Was beim natürlichen Flageolett von zwei Händen verrichtet wird (Abdämpfen + Anschlagen), muss hier also von einer geleistet werden, da die eine Hand mit dem Greifen beschäftigt ist. Da beide Hände involviert sind, liegt hier keine reine Greifhandtechnik vor. Eine andere Methode zur Erzeugung künstlicher Flageoletts besteht darin, die gegriffenen Töne zwölf Bünde höher durch Tapping anzuschlagen.

?Aufschlagbindung? (engl. ''Hammer-On''): ein Finger der Greifhand schlägt kräftig auf die Saite. Die Tonerzeugung erfolgt also ?klopfend? durch die Greifhand.

?Abzugsbindung? (engl.: ''Pull-Off''): Ein Finger, der vorher einen Ton gegriffen hat, lässt die Saite schnell los bzw. zupft sie an. Dadurch erklingt der Ton, der an einem tieferen Bund auf dieser Saite gegriffen ist, oder aber der Ton der leeren Saite (= Zupfen mit der linken Hand).

'''' (auch ?bending?): Man greift eine Saite und zieht oder schiebt diese mit dem greifenden Finger entlang der Bundachse, wodurch der momentan erklingende Ton sich stufenlos dem angepeilten Zielton annähert, bis dieser schließlich erklingt.

'' gespielt. Dieser steckt auf einem Finger der Greifhand.

Notation

Stücke für Gitarre werden sowohl in für Musik aus den Bereichen Rock, Pop und Folk populär. Dem Gitarrenspieler werden oft beide Varianten (wie im Bild dargestellt) angeboten.

Wie in der übrigen Musikliteratur wurden für neuartige Klangeffekte der im 20. Jahrhundert (z. B. in Kompositionen von , , , , und ) auch für die Gitarre neue Formen der Notation entwickelt.

Elektrische Gitarren

Im Gegensatz zur akustischen Gitarre werden bei einer elektrischen Gitarre (Elektro-Gitarre, E-Gitarre) die Saitenschwingungen über elektrische ferromagnetische (Pick-up) oder über e abgenommen und elektronisch , üblicherweise mit n. Der Korpus ist zumeist massiv. Außerdem gibt es elektroakustische Gitarren. Dabei handelt es sich um akustische Gitarren mit eingebautem Tonabnehmer. Dadurch kann der Ton wie bei der elektrischen Gitarre über einen Verstärker ausgegeben werden.

Jazzgitarre

Als Urform der Jazzgitarre (auch ''Plektrumgitarre'' oder ''Schlaggitarre'' genannt) wird das 1923 hergestellte Modell '''' der Mandolin-Guitar Manufacturing Company in Kalamazoo/USA angesehen.